Das eigene Buch veröffentlichen
Das eigene Buch veröffentlichen
Wenn Goethe also sagt, wir lernen von den Büchern, die wir nicht beurteilen können, so ist dies ein Plädoyer dafür, dass jeder etwas schreiben darf – die Leser werden am Ende darüber urteilen, ob sie es beurteilen können oder nicht. Und die Leser sollten im ganzen Prozess des Buch veröffentlichens doch immer die letzte und einzige Instanz sein, über ein Buch zu urteilen, von ihm zu lernen oder es auch zur Seite zu legen mit dem Bewusstsein, dass vielleicht ein anderer mehr Gewinn aus ihm zieht – dafür ist es nicht notwendig, den Autor abzuwerten. Bislang hat die Meinungsfreiheit noch niemandem geschadet, auch wenn man nicht immer der Meinung des Anderen ist.
Schon seit jeher hatte jede Verlegerpersönlichkeit den Anspruch, neben seinen »Zugpferden«, den berühmten Autoren, auch (noch) unbekannte Schriftsteller zu fördern. Nur so konnten diese eine Chance erhalten, auf dem Markt wahrgenommen zu werden – und nur so entstanden auch die nächsten »Großen« von morgen.
Die Deutsche Literaturgesellschaft hält an dieser alten verlegerischen Tradition fest. Schon in der Satzung der Deutschen Literatur- und Verlagsgesellschaft ist die Zielrichtung klar vorgegeben. Dort steht: »Zweck der Gesellschaft ist die Förderung deutschsprachiger Literatur und die Förderung neuer Autoren«.
Dadurch, dass jeder Autor wahrgenommen wird, ernst genommen wird und mit jedem ausführlich über die Möglichkeiten einer Buchveröffentlichung gesprochen wird, gibt es ein wertvolles kulturelles Gut: Die Meinungsvielfalt auf dem Buchmarkt.